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2021

GreenPocket bei PwC und BMWi: Neue Geschäftsmodelle in der Stromversorgung

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Mitte April wurde unser CEO von PwC und dem BMWi zu einem Workshop eingeladen, um über neue Geschäftsmodelle in der Stromversorgung zu diskutieren. Die Essenz einer spannenden Debatte: Bei vielen Zukunftsthemen – egal ob Smart-Meter-Rollout oder UX-Design – mangelt es nicht an Unternehmergeist und motivierten Kunden, sondern an Struktur und Verständnis vonseiten des Gesetzgebers.

Das Ziel: Maßnahmensteckbriefe für das BMWi

Bereits zum zweiten Mal haben PwC und BMWi zum Stakeholder-Workshop „Neue Geschäftsmodelle in der Stromversorgung“ eingeladen - stellvertretend für GreenPocket war unser CEO, Dr. Thomas Goette, an der Diskussion beteiligt. Ziel des Workshops war es, Anpassungsbedarfe der Rahmenbedingungen in der Stromversorgung zu identifizieren, zu konkretisieren und zu priorisieren. Daraus wird PwC Handlungsempfehlungen und Maßnahmensteckbriefe für das BMWi ableiten.

Die Teilnehmer* diskutierten einen bunten Strauß verschiedenster Themen: Es ging unter anderem um den Marktzugang kleinerer Marktteilnehmer, den Informationsaustausch zwischen Anbietern und Netzbetreibern, aber auch um die dezentrale Sektorkopplung und die Flexibilisierung staatlich induzierter Preisgestaltung. Unsere Workshop-Gruppe, besetzt mit Vertretern unter anderem von Hausheld, Next Kraftwerke, PPC, EnBW und E.ON, behandelte die Themen Smart-Meter-Rollout und UX-Design – beides Dinge, die eng mit unserem Geschäftsmodell verwoben sind.

Perspektiven für Rollout und UX-Design

Insbesondere beim Rollout waren sich alle einig, dass es noch an verschiedenen Stellen hapert: es fehle an Verweisen auf die Funktionalität für morgen und scheitere nicht zuletzt an der wirtschaftlichen Skalierung. Die Teilnehmer wünschten sich größere Freiheiten und schlugen vor, den Nutzen für den Endverbraucher in den Vordergrund zu rücken. In diesem Zusammenhangbemerkte ein Branchenvertreter, dass man sich seit Jahren im Kreis drehe und nicht umsetzbare Anforderungen diskutiert würden. Das betont auch unser CEO:

„Vor allem von gesetzgeberischer Seite fehlt es an Verständnis und Zuhören. Es fühlt sich so an, als würde Verzögerung belohnt und nicht das Vorankommen.“

Beim Thema UX-Design wurden die Unklarheiten rund um den Anmeldeprozess als Hemmnis identifiziert; ein IT-Unternehmer bezeichnete zudem die Standardvisualisierung TRuDI als „unbedienbares System“. In einem gemeinsamen Brainstorming überlegten sich die Teilnehmer zahlreiche Verbesserungsvorschläge:

 

·        Klar definierter Handlungsrahmen

·        Vereinfachte Prozesse an den Schnittstellen

·        Technische Einbeziehung der Mieterstromzähler

·        Vereinbarung einheitlicher Dateiformate und Deadlines

·        Fokus auf einfachere, kundenorientierte Standards

 

Die lebhafte Debatte hat gezeigt, dass noch viel zu tun ist – die Marschrichtung ist aus Sicht der Teilnehmer aber klar. Jetzt liegt der Ball bei PwC, aus den Ergebnissen des Workshops konkrete Handlungsempfehlungen für das BMWi abzuleiten. Es bleibt zu hoffen, dass diese dort auf Gehör treffen. Wir bedanken uns herzlich für die Einladung zum Workshop und freuen uns auf das nächste Mal!

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* Für eine leichtere Lesbarkeit verwenden wir für Personengruppen das generische Maskulinum ("Benutzer", "Kunden" etc.). Selbstverständlich sind aber ausdrücklich alle Geschlechteridentitäten gemeint.